Tourismuskonferenz: Linz erzählen. Gäste gewinnen IMAS-Studie: Was die Linzer über Linz denken

v.l.: DDr. Paul Eiselsberg (IMAS International), KR Manfred Grubauer (Vorsitzender Tourismusverband), Vbgm. Mag. Bernhard Baier (Kultur- und Tourismusreferent Linz), Tourismusdirektor Georg Steiner © LinzTourismus v.l.: DDr. Paul Eiselsberg (IMAS International), KR Manfred Grubauer (Vorsitzender Tourismusverband), Vbgm. Mag. Bernhard Baier (Kultur- und Tourismusreferent Linz), Tourismusdirektor Georg Steiner © LinzTourismus

Presseinformation 28.6.2016

Anlässlich der Linzer Tourismuskonferenz am 29. Juni 2016 zum Thema „Linz erzählen. Gäste gewinnen“ hat der Tourismusverband Linz eine Studie in Auftrag gegeben. Darin bestätigen die Linzerinnen und Linzer, dass sich Oberösterreichs Landeshauptstadt und der Tourismus in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt hat. Hauptgründe sind vor allem das konsequente Tourismusmarketing und die kulturelle Weiterentwicklung der Stadt.

Die Tourismuskonferenz dreht sich 2016 um das Thema „Storytelling“. Denn die reine Bewerbung einer Destination mit klassischer Werbung reicht schon lange nicht mehr aus. Die potentiellen Besucher interessieren die Geschichten und Erzählungen, die hinter dem Reiseziel stehen. Der Slogan „Linz verändert“ liefert reichlich Stoff für Erzählungen – Stoff, der die Menschen bewegt. Der Tourismusverband Linz hat sich zum Ziel gesetzt, die Besucher zu bewegen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor dafür ist aber auch, dass die Linzerinnen und Linzer von ihrer Stadt überzeugt sind. Niemand kann die Geschichten besser erzählen, als sie. „Daher haben wir anlässlich der Tourismuskonferenz eine Studie zur Tourismusstadt Linz in Auftrag gegeben“, erklären Manfred Grubauer, Vorsitzender des Tourismusverbandes Linz, und Tourismusdirektor Georg Steiner.

 

Positive Entwicklung durch kulturelles Angebot

Die Umfrage zur touristischen Entwicklung von Linz wurde vom IMAS-Institut durchgeführt. Die Befragten waren Linzer ab 16 Jahre. Paul Eiselsberg von IMAS International hat die Ergebnisse ausgewertet und fasst zusammen: „Die Linzer sind sehr zufrieden mit der Entwicklung ihrer Stadt in den vergangenen zehn Jahren. 42 Prozent vergeben für die Entwicklung der Stadt die Bestnote, weitere 50 Prozent sind einigermaßen zufrieden, mehr als 90 Prozent der Linzer bekunden somit Zufriedenheit.“ Auch mit der touristischen Entwicklung ist die Bevölkerung zufrieden. Immerhin 69 Prozent glauben, dass es seit 2009 mehr Touristen in der Stadt gäbe, und 78 Prozent bestätigen, dass sich der Linzer Tourismus in die richtige Richtung entwickelt. Die Gründe dafür sind vielfältig, die meisten Befragten nennen das vielseitige und auffällige Tourismusmarketing sowie das kulturelle Angebot, wie verschiedenste Veranstaltungen, die Donau mit der Schifffahrt, das Musiktheater, den Höhenrausch, das Ars Electronica Center und die Innenstadt mit Gastronomie sowie Geschäften. Als negativer wird an erster Stelle die Verkehrsproblematik genannt. Die Linzer sind auch stolz auf verschiedene Attraktionen und finden, dass die Linzer Highlights auch Touristen anlocken. Dabei steht an erster Stelle der Pöstlingberg (75 %), dann werden oft die Festivals und Events genannt (74 %), sowie das Ars Electronica Center (70 %), die Donau (63%) und der Höhenrausch (63 %). Weitere oftmalige Nennungen sind die gesamte Innenstadt mit Shopping und Gastronomie, das Musiktheater, das Brucknerhaus oder die Tabakfabrik. Bei den Linzern selbst ist vor allem die Innenstadt mit ihren vielen Geschäften, Lokalen und Restaurants ein besonderer Hotspot und am meisten besucht.

 

Linzer sind stolz auf ihre Stadt

„Entsprechend der allgemein positiven Grundstimmung und der hohen Attraktivität der Sehenswürdigkeiten sind die Linzer von großem Stolz auf ihre Heimatstadt geprägt und empfehlen diese entsprechend häufig als Reiseziel weiter“, erklärt Eiselsberg. Dies trifft auf rund zwei Drittel der Bewohner voll und ganz zu und auf ein weiteres Viertel einigermaßen. Auch die Gäste von Linzern waren nach ihrem Linz-Besuch von der Stadt beeindruckt. 90 Prozent der Linzer sind der Meinung, dass die Gäste sehr oder einigermaßen begeistert von der Stadt waren. Positiv auffallend fällt auch das Urteil für die Linzer Tourismuswerbung aus: Mehr als 80 Prozent der Befragten finden den Auftritt vielseitig und kreativ.

 

Zusammenarbeit von Kultur und Tourismus als Erfolgsfaktor

Vizebürgermeister Bernhard Baier ist mit den Ergebnissen der aktuellen Umfrage sehr zufrieden und sieht die gute und intensive Zusammenarbeit zwischen Kultur und Tourismus als wesentlichen Erfolgsfaktor für die positiven Entwicklungen: „Kultur und Tourismus verstehe ich in Linz als gleichberechtigte und voneinander profitierende Partner, die gemeinsam zur Weiterentwicklung des Standorts beitragen. Mit gemeinsam festgelegten Jahresschwerpunkten und abgestimmten Produkten tragen Kultur und Tourismus zu einem authentischen und modernen Linz bei. Die Vielfalt an kulturellen Angeboten ist dabei mittlerweile zu einem Faktor geworden, der Nächtigungen abseits der traditionellen Business-Gäste generieren lässt.“ Ebenso freuen sich die Verantwortlichen des Tourismusverbandes über das Ergebnis. „Die Meinung der Linzer Bevölkerung bestätigt uns in unserer Arbeit und zeigt, dass wir am richtigen Weg sind. Es hat sich seit dem Kulturhauptstadtjahr 2009 so viel getan und verändert. Ein schönes Beispiel ist etwa der Höhenrausch, der nach 2009 weiterentwickelt wurde und jetzt eine beliebte Attraktion ist. Und so gibt es noch zahlreiche weitere Beispiele. Wir versuchen laufend, unsere Kräfte in Linz zu bündeln. Nur wenn alle Kultureinrichtungen und Attraktionen abgestimmt sind und in dieselbe Richtung marschieren, gewinnen wir als Destination Kraft“, erklärt Manfred Grubauer.

 

Geschichten über Linz erzählen

Georg Steiner freut sich über die gute Bewertung des Tourismusmarketings und möchte die positive Grundstimmung der Linzer für den Tourismus nutzen: „Jeden von uns verbindet seine persönliche Geschichte mit der Stadt. Und tagtäglich passieren neue Begebenheiten, neue Geschichten. Die müssen wir noch stärker unseren Gästen und potentiellen Besuchern erzählen.“ Rund um das Thema „Geschichten erzählen“ dreht sich auch die Tourismuskonferenz mit vielen hochkarätigen Vortragenden. Dabei wird etwa der Psychologe Martin Foessleitner von der Sigmund Freud Privat Universität anhand praktischer Beispiele zeigen, wie und warum Erzählungen wirken. In einer Diskussionsrunde werden der neue Musiktheater-Intendant, Hermann Schneider, mit Rosemarie Schuller, Obfrau des Vereins Altstadt neu, und Jürgen Tröbinger, Kommunikationsleiter der Stadt Linz, über Stadtgeschichten sprechen. Zu Gast ist auch die erfolgreiche Kommunikationsexpertin und Preisträgerin Petra van Laak zum Thema „Happy End von Geschichten“. Zahlreiche weitere Experten mit Linz-Bezug, von Medien und aus dem Tourismus, werden ihre Linz-Geschichten erzählen und diskutieren.

 

Aktuelle Projekte des Tourismusverbandes

Auch künftig wird der Tourismusverband noch stärker die Geschichten von Linz erzählen. Aktuell wird das bereits erfolgreich in Kooperation mit dem Oberösterreich Tourismus und den anderen vier oberösterreichischen Markendestinationen im Rahmen der Sommerkampagne umgesetzt. In Kurzvideos erleben zwei Protagonisten die Stadt und ganz Oberösterreich. Geschichten werden auch im Linz-verändert-Magazin des Tourismusverbandes erzählt, das dreimal im Jahr erscheint. Das Druckwerk mit einer Auflage von mehr als 400.000 Stück wird in Österreich und Deutschland verteilt. Erst vergangene Woche ist die aktuelle Sommerausgabe zum Thema „Familie“ erschienen.